Gestaltung UI

Webdesigntrends 2017 – den Content ins Rampenlicht stellen

2017 scheint auch der letzte Designer erkannt zu haben, dass Content King ist. In diesem Jahr geht es darum, Layouts zu kreieren, bei denen die Inhalte besonders gut zur Geltung kommen.

Content ist King

Jahrelang erhielten Designer eine untergeordnete Rolle, wenn es um den Aufbau einer Webseite ging. Wie Elfenstaub sollten sie in der letzten Etappe einer Webseite magische Elemente zaubern.

Inzwischen werden Designer von Anfang an beim Aufbau einer Webseite mit einbezogen. Sie arbeiten mit Programmieren zusammen und fokussieren sich auf ein Ziel: den Content bestmöglich darzustellen.

2017 wird wie im Jahr zuvor minimalistisches Design fortgeführt, bei dem der Content im Mittelpunkt steht. Man verzichtet auf unnötige CSS-Animationen und lässt den User lieber auf ein großes Artikelbild blicken, bevor er weiter zum Text scrollt. Einige Webseiten verzichten sogar auf die Darstellung einer Sidebar; andere blenden Kommentare standardmäßig aus – der Content ist das, worauf sich der Leser konzentrieren soll.

Große, kurze Slogans

Nicht nur bei Artikeln konzentrieren sich Designer auf den Inhalt. Auch andere Teile einer Webseite wirken immer aufgeräumter. Start-ups und andere Unternehmen setzen auf kurze, prägnante Worte auf ihrer Startseite, die den Besucher dazu verleiten, sich das Produkt oder die Dienstleistung genauer anzusehen.

Damit diese Taktik funktioniert, muss der Webdesigner natürlich mit einem guten Texter zusammenarbeiten, der sich in die Lage des Webseitenbesuchers versetzen und aktivierende Worte verfassen kann.

Speed, speed, speed

Das schönste Design der Welt bleibt eindruckslos, wenn es im Schneckentempo geladen wird. 2017 wird die Optimierung der Ladezeit einer Webseite weiterhin wichtig sein; ein Trend, der im vergangenen Jahr bereits deutlich wurde.

Der Webmaster Trends Analyst John Mueller von Google empfiehlt eine Ladezeit von maximal zwei bis drei Sekunden. Diese ist je nach Art und Größe der Webseite mehr oder weniger leicht erreichbar.

Bereits beim Design muss man sich Gedanken machen, ob man auf ein Bilderkarussell verzichtet und die eine oder andere CSS-Animation doch lieber streicht – Geschwindigkeit hat eben Priorität und erfordert den einen oder anderen Kompromiss.

Designer sollten sich 2017 auch die Frage stellen, ob sie auf traditionelle Bildformate (JPG, PNG, GIF) verzichten und stattdessen auf SVG setzen. Dieses Format ist skalierbar und arbeitet unabhängig der Displayauflösung; SVGs sehen ergo auf jedem Display gut aus, unabhängig davon, welche Form sie annehmen.

Noch keine oder eine veraltete Webseite?

Rund 90 Prozent aller kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) haben die Wichtigkeit einer Webseite erkannt und nennen sie ihr Eigen; bei großen Unternehmen ist der Anteil noch höher. Doch die bloße Präsenz einer Webseite reicht nicht aus. Die Frage lautet: Wann wurde sie erstellt und mit welchen Techniken? Ist sie sowohl in puncto Design als auch Technologie auf dem Stand von 2007? Damals spielten Faktoren wie eine mobile Optimierung keine große Rolle. Die Webseite hat also Nachholbedarf und muss auf den neusten Stand der Dinge gebracht werden. Die Überarbeitung einer Webseite ist in den seltensten Fällen rentabel, je nachdem, wie sie aufgebaut wurde; ein Relaunch kommt eher infrage.

Wer noch gar keine Webseite hat, kann sich fast schon glücklich schätzen: In puncto SEO muss man nämlich nichts berücksichtigen – ganz im Gegenteil zum Relaunch eines Portals. Stattdessen gibt man dem Webentwickler freie Hand und lässt ihn eine Webseite erstellen, die nicht nur heute, sondern auch morgen aktuell ist.

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